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Schuhmacher - Innung
Sibyllenstr.2
12247 Berlin-Lankwitz
Tel. 030 - 280 76 66
 

Bild : Schuh mit symbolisiertem S und Verlinkung auf den Zentralverband des Schuhmacherhandwerk

Geschichte 1

chuhmacher - Innung Berlin

Bild: Schuhmacher beim vorzeigen seiner Schusterarbeit

Als sich die Menschen vor tausenden Jahren Tierhäute und Felle um die Füsse wickelten, um sich so vor Dornen, spitzen Steinen und vor Kälte zu schützen, dachte niemand daran, welchen Siegeszug das “Schuhwerk” um den Globus antreten würde. Schuhe gehören mit zu den ältesten Kleidungsstücken der Menschheitsgeschichte und das Handwerk der Schuhmacher gehört zu den ältesten der Zünfte, die im 12. Jahrhundert gegründet wurden.

Zünfte dienten dazu, das Handwerk zu fördern und die gemeinsamen Interessen zu vertreten. Eine der Hauptaufgaben war auch die Qualitätsprüfung der hergestellten Waren. Im 14. Jahrhundert waren die Zünfte nun soweit ausgebildet, dass sie über eine eigene Gerichtsbarkeit, gewerbepolizeiliche Befugnisse und über eine eigene Verwaltung verfügten. Die Handwerker eines Berufsstandes mussten sich innerhalb der Stadt oder der Bannmeile einer Zunft anschliessen, denn es gab den Zunftzwang.

Auch die Herstellung von Leder gehörte bis ins das 18. Jahrhundert hinein zur Arbeit des Schuhmachers und bis dahin blieb auch die Schuhherstellung fast unverändert. Mit dem Schusterhammer wurde über einen Schuhleisten das zugeschnittene Leder geschlagen. Doch zuvor musste die Grösse des Fusses abgenommen werden. Alsdann wurde das Leder in einen Nähkloben eingespannt. Nach dem Zusammennähen von Vorder- und Hinterteil wurde das Futter eingezogen und die Brandsohle angeheftet.

Zum Schluss wurde der Schuhabsatz an der Sohle zu befestigt. Seit dem 16. Jahrhundert war es üblich, dass nach der Lehrzeit, die 2-3 Jahre dauerte, eine dreijährige Gesellenzeit mit Wanderschaft vorgeschrieben war. Danach folgte eine Ersitzzeit bei 1 oder 2 Meistern, bis die Meisterprüfung abgelegt werden durfte. Es war üblich, dass Lehrlinge oder Gesellen im Haus des Meisters wohnten.

Bild:   2 Schuhmacher am Nähtisch

Im 18. Jahrhundert verloren die Zünfte ihre Macht. Der Zunftzwang wurde aufgehoben und der Staat übernahm die Gewerbeaufsicht. Heutige Innungen sind freiwillige Vereinigungen, unter Aufsicht der Handwerkskammer. Mit Einführung der Nähmaschine um 1850 begann, einige Jahrzehnte später, auch die Fabrikproduktion von Schuhen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Schuhmacher deshalb ein wichtigster Produzent von Schuhwerk.

Die industrielle Produktion von Konfektionsschuhen machte ihn als Produzenten von neuen Schuhen fast überflüssig, da immer mehr Käufer in Schuhgeschäfte abwanderten. Neben der orthopädischen Schuhmacherei, die als spezieller Berufszweig erhalten blieb, hat der klassische Schuhmacher auch heute noch seinen Berufsstand.
Nach der neuen Handwerksordnung ist die Schuhmacherei ein zulassungsfreies Handwerk. Das heisst: Schuhmacher/innen können sich als Geselle bzw. Gesellin auch ohne langjährige Berufserfahrung mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. Die fachgerechte Instandsetzung, das Einarbeiten von Fußstützen und Fußbettungen, erhöhen und ändern der Absätze, polstern und färben der Schuhe, sind nur ein Teil der Aufgaben des Berufstandes.

Eine Spitzenleistung des Schuhmachers ist immer noch der Schuh nach Maß. Moderne Gerätschaften und Materialen haben die Arbeit anspruchsvoller sowie abwechslungsreicher werden lassen und meisterliche Arbeit ist kein Auslaufmodell.

Einen weiteren geschichtlichen Rückblick über das Schuhmachergewerk finden Sie im nachfolgenden Beitrag: “Geschichte 2

 

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